
Rechtspfleger*in Vermögensabschöpfung
Behörde für Justiz und Verbraucherschutz, Staatsanwaltschaft Hamburg
- Job-ID: J000039796
- Startdatum: schnellstmöglich
-
Art der Anstellung: Vollzeit/Teilzeit
(unbefristet) - Bezahlung: BesGr. A12 HmbBesG
- Bewerbungsfrist: 20.02.2026
- Anzahl der Stellen: 2
Wir über uns
Die Staatsanwaltschaft Hamburg ist eine Ermittlungs-, Anklage- und Vollstreckungsbehörde. Sie ist die zweitgrößte Staatsanwaltschaft Deutschlands und beschäftigt über 600 Mitarbeiter*innen in verschiedenen Funktionsgruppen.
Den Rechtspfleger*innen in der Fachabteilung für Vermögensabschöpfung obliegt dabei neben den allgemeinen Tätigkeiten in der Strafvollstreckung insbesondere die Vollstreckung von rechtskräftigen Einziehungsentscheidungen ab 20.000,00 Euro bis hin zu zweistelligen Millionenbeträgen. Sie begleiten darüber hinaus bereits im Ermittlungsverfahren die vermögensabschöpfenden Maßnahmen, vor allem die Vollziehung von Vermögensarresten zur vorläufigen Sicherung von Vermögenwerten. In diesem hochspannenden und dynamischen Bereich arbeiten Sie eng mit der Landes- und Bundespolizei sowie dem Zoll zusammen.
Hier finden Sie weitere Informationen: Staatsanwaltschaften im Justiz-Portal und Arbeitgeberin Freie und Hansestadt Hamburg.
Ihre Aufgaben
- Vermögenswerte im In- und Ausland ermitteln und dazu ggf. notwendige internationale Rechtshilfeersuchen vorbereiten,
- aufgrund dabei gewonnener Erkenntnisse Durchsuchungsbeschlüsse beantragen und Polizei, Zoll oder Bundespolizei bei deren Vollstreckung begleiten,
- Vermögensarreste und Beschlagnahmebeschlüsse in Konten, Grundstücken, Schiffen oder Luftfahrzeugen vollziehen und die Maßnahmen in Absprache mit den Ermittlungsbehörden koordinieren,
- als Gläubigervertreter*in an Zwangsversteigerungen teilnehmen,
- Notveräußerungen von PKW, Schiffen und anderen Vermögenwerten anordnen und über die Herausgabebegehren von Betroffenen entscheiden
Ihr Profil
Erforderlich
- Befähigung für das erste Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 in der Fachrichtung Justiz zur Verwendung im Laufbahnzweig Rechtspflegerdienst durch ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Rechtspflege oder
- Befähigung zum Richteramt und Nachweis eines strafrechtlichen Interessenschwerpunkts während der Ausbildung oder beruflichen Tätigkeit
- Sie befinden sich jeweils bereits in einem Amt mindestens der Besoldungsgruppe A10.
Hinweise für Beamtinnen und Beamte zur Beförderung
Vorteilhaft
- fundierte Kenntnisse im materiellen und formellen Straf- und Strafvollstreckungsrecht sowie im Recht der Vermögensabschöpfung einschließlich der vorläufigen Sicherungsmaßnahmen im Ermittlungsverfahren, im Grundbuch- und Immobilienrecht, im Insolvenzrecht und in der internationalen Rechtshilfe
- gute Auffassungsgabe und Blick für das Wesentliche, sicheres Urteils- und analytisches Denkvermögen, zügige, sorgfältige und strukturierte Arbeitsweise
- die Fähigkeit, auf neue Entwicklungen im Rahmen der Vermögensabschöpfung zu reagieren und auch gemeinsam im Team „Out of the Box“-Lösungen für diese zu entwickeln
- überzeugende und adressatengerechte kommunikative Fähigkeiten in Wort und Schrift
- anwendungsgereifte Kenntnisse der gängigen MS-Office-Anwendungen sowie idealerweise der hiesigen Fachanwendung MESTA
Unser Angebot
- zwei Stellen, unbefristet, schnellstmöglich zu besetzen
- Bezahlung nach Besoldungsgruppe A12 HmbBesG, weitere Informationen auf karriere.hamburg
- strukturierte Einarbeitung und fortlaufende Begleitung während der Einarbeitungsphase durch eine*n erfahrene*n Rechtspfleger*in
- Vertrauensarbeitszeit sowie 30 Tage Erholungsurlaubsanspruch pro Jahr bei Verteilung der Arbeitszeit auf fünf Wochentage
- mit allen Verkehrsmitteln gut erreichbarer Arbeitsplatz in einem modernen Bürogebäude in der Ludwig-Erhard-Straße 22 einschließlich Möglichkeit zur Anmietung eines Kfz-Tiefgaragenstellplatzes
- Dienstfahrradleasing über Jobrad
- Möglichkeit der Mitgliedschaft im Sport- und Wellnessnetzwerk EGYM Wellpass und Gesundheitsförderung durch vielfältige innerbehördliche Angebote sowie Betriebssportgruppen
Ihre Bewerbung
Wir bitten um Zusendung folgender Dokumente:
- prägnantes Motivationsschreiben,
- tabellarischer Lebenslauf,
- Nachweise der geforderten Qualifikation,
- aktuelle Beurteilung bzw. aktuelles Zeugnis (nicht älter als drei Jahre),
- für die Berücksichtigung einer Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung im Auswahlverfahren einen Nachweis,
- Einverständniserklärung zur Einsichtnahme in die Personalakte unter Angabe der personalaktenführenden Stelle (nur bei Beschäftigten des öffentlichen Dienstes).
Wir freuen uns insbesondere über Bewerbungen von Männern. Da sie unterrepräsentiert sind, werden sie bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt.
